The Big Bang Theory S05E05 – LIVE dabei – Teil I

Schon zu Anfang unserer Planungen für den Kalifornien-Urlaub habe ich als Serienfan versucht, bei der Aufzeichnung einer Show der jährlich im September beginnenden amerikanischen Serien-Saison dabei zu sein. Die Serie „The Big Bang Theory“ um eine Gruppe von jungen Physikern und Nerds, die jetzt in ihr fünftes erfolgreiche Jahr startete, ist dabei ein absoluter Favorit von mir (und auch von Karin, ansonsten haben wir in der Hinsicht nicht unbedingt den gleichen Geschmack).

Wie kommt man an Tickets?

Über die Webseite tvtickets.com kann man für Shows mit Publikum kostenlos Tickets bekommen. Die Kontingente sind immer sehr begrenzt, sie werden ohne Vorankündigung 1-2 Monate vor der Aufzeichnung einer Show dort bekanntgegeben. Wir haben zunächst immerhin zwei Standby-Tickets für den 22. September 2011 bekommen, diese wurden dann aber während unseres Urlaubes per Mail in „Guaranteed Admission“-Tickets umgewandelt, wir hatten also garantierte Plätze und mussten nicht darauf warten, dass jemand sein Ticket nicht wahrnimmt!

Warner Bros. Studios in Burbank

Die Aufzeichnung findet in den Warner Bros. Studios in Burbank (das ist ganz in der Nähe von Hollywood) statt. Die Fahrt von unserem Hotel über die berüchtigten Freeways von L.A. dauerte nur ca. 20 Minuten. Man muss mindestens eine Stunde vor Beginn der Aufzeichnung da sein, sonst kann es passieren, dass man doch noch in die Standby-Line gesteckt wird. Die Aufzeichnung an sich kann zwischen drei und fünf Stunden dauern, das sollte man auf jeden Fall berücksichtigen. Das Studiogelände hatten wir uns schon einen Tag vorher bei der „VIP-Tour“ angeschaut, daher kannten wir uns ein bisschen aus. Parken musste man in einem großen Parkhaus mit Einweisern, die einen immer in die kleinsten Lücken führen wollten. Diesmal war das Parken aber immerhin für Show-Besucher kostenlos (der Parkplatz einen Tag vorher hat sieben Dollar gekostet!).

Der Weg ins Studio

Der ganze Prozess bevor es losging war ziemlich anstrengend und kompliziert, man wurde immer wieder zwischen verschiedenen Warteschlangen hin- und hertransferiert, es gab Kontrollen des ausgedruckten Tickets, einer „ID“ (Ausweis/Führerschein), Handstempel, die man nur unter UV-Licht lesen konnte, und verschiedene Taschen- und Metalldetektorkontrollen. Fotoapparate und sogar Handys waren strikt verboten, wir hatten alles im Auto gelassen. Später hätte es keine Gelegenheit mehr gegeben diese abzugeben oder ins Auto zu bringen, das hätte durchaus ein Showstopper sein können. Das Publikum war schon sehr nerdig, viele hatten entsprechende T-Shirts an. Das Publikum war recht international, neben uns auf der Wartebank saß ein schwedisches Pärchen, später im Studio saßen wir sogar neben zwei Deutschen, ebenfalls große Big Bang-Fans. Lustig war auch der Gang über das Studiogelände. Man wurde in Zweierreihen von mehreren „Schülerlotsen“ durch die Anlage geführt, der Verkehr an der Ampel vor dem Studiogelände extra geregelt, damit die Gruppe auch ja zusammenblieb. Das Studio 25 („Soundstage“ genannt) befand sich dann ganz am anderen Ende des Geländes.

Die Zuschauertribüne und das Programmheft

Nachdem man von den „Pages“ zu seinen Plätzen geführt wurde, gab es eine Begrüßung durch den Stimmungsmacher (man könnte ihn auch Anheizer nennen), dann wurde eine bisher noch nicht ausgestrahlte Folge auf den Monitoren über der Zuschauertribüne gezeigt. In dieser Zeit wurde das erste Set („Comicbook Store“) vorbereitet. Ab ca. 18.30 Uhr sollte es dann losgehen. Die Zuschauertribüne war zweigeteilt, und es wurde sofort klar, das auf die oft als nervig empfundenen Lacher besonderer Wert gelegt wurde, denn im Abstand von ca. 1,5m hingen über den beiden Teilen der Tribüne zahlreiche Mikrofone zusammen mit den erwähnten Monitoren. Geschätzt hatten pro Seite ca. 80 bis 100 Leute Platz. Wir saßen auf der rechten Tribüne, noch konnte man nicht viel von den Sets erkennen, denn schwarze verschiebbare Wände trennten die Bereiche voneinander ab.

Das Programmheft für die Folge „The Russion Rocket Reaction“ hielt eine Überraschung parat, zusätzlich zum oft als „Evil Wil“ in Erscheinung getretenem Wil Wheaton („Whesley Crusher“ aus Star Trek NG) wurde Brent Spiner („Data“ aus Star Trek NG) angekündigt:

Demnächst an dieser Stelle der zweite Teil des Artikels: Schematischer Aufbau des Studios und Beschreibung der Aufzeichnung der Folge „The Russian Rocket Reaction“ (Vorsicht: *Spoiler*)

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