Das Problem von „Der Hobbit“

img_4829Peter Jacksons „Der Hobbit“ (in 3D, aber leider haben wir den Film nicht in HFR, „High Frequency Rate“, gesehen) war unterhaltsam, hatte jedoch ein Problem: Die Buchvorlage gibt einfach nicht genug her für einen Dreiteiler mit geschätzt acht Stunden (!) Gesamt-Laufzeit. Meine deutsche Ausgabe hat nicht mal dreihundert Seiten.Jackson hat zwar den Stoff penibel genau umgesetzt, aber gleichzeitig so einiges dazugedichtet (ich kann mich z.B. nicht an den fiesen Ork Azog, der im Film Gegenspieler der Gefährten ist, aus dem Buch erinnern). Die Orignalhandlung wurde aber nicht verändert (sondern eben nur stark erweitert), was manchmal merkwürdig wirkte.

Eigentlich ist der Hobbit ja ein Kinderbuch (Meine Ausgabe von 1988 hat den Titel „Der kleine Hobbit“ und sieht schon arg mitgenommen aus). Im Film war alles einfach nur stark übertrieben: Die Kämpfe, die Bösewichte, die Gewaltigkeit der Bilder.

Zum Hintergrund als Kindergeschichte passen die etwas albern dargestellten Zwerge. Im Buch sind sie sogar noch etwas alberner.

Genial fand ich Gollum, schon beim Herrn der Ringe gut umgesetzt, jetzt mit einem noch faszinierenderen Mienenspiel.

 

hobbit

Trotzdem, der Film hat Spaß gemacht. Ich fand auch nicht, dass er seine Längen hatte (wie oft kritisiert wird). Im Gegenteil, für mich hatte er schon zu viel Action.

 

3 comments on “Das Problem von „Der Hobbit“

  1. -

    Kurze Anmerkung. Zumindest in der aktuellen Übersetzung von der Hobbit, wird auch im Buch auf den Ork Azog verwiesen. Gandalf erklärt, dass der Ork Azog seinen Grossvater Thror getötet hat, als er Thorin die Karte gibt.

    • - Post author

      Interessanter Hinweis. Meine Ausgabe von 1988 ist glaube ich wirklich gekürzt. Habe aber auch noch eine englische Version, muss da mal nachschlagen.

      • -

        Es könnte sein, dass Azog erst in der Übersetzung von Krege (1997) enthalten ist, die Bezog sich auf die 3. von Tolkien überarbeitete Ausgabe und passte auch diverse Namen an die der Bücher an.

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